MadDogs gastieren beim Schlusslicht Fürstenfeldbruck
Eine Woche nach der starken Leistung und dem Sieg gegen das Topteam Würzburg steht für die Drittliga-Handballer des TSV Neuhausen/Filder am Samstag, 24. Januar, 19.30 Uhr, die Aufgabe beim Tabellenschlusslicht TuS Fürstenfeldbruck auf dem Programm. Anders als zuletzt geht die Mannschaft von MadDogs-Coach Daniel Brack in der Wittelsbacher-Halle als Favorit ins Spiel.
Mit 32:29 konnten sich die Filder-Handballer gegen die favorisierten Wölfe Würzburg durchsetzen und sich damit für die klare 29:46-Hinspielniederlage revanchieren. „Das war sicherlich ein Bigwin von uns, wir haben sicherlich dort eine Überraschung geschafft, gegen eine Mannschaft, die zu dem Zeitpunkt fünf bis sechs Spiele umgeschlagen war, die unter anderen Möglichkeiten arbeitet als wir und haben gezeigt, zu was dieses Team in der Lage ist“, blickt Brack zurück.
Somit hätten die MadDogs eigentlich guten Mutes in die Trainingswoche gehen können, was aber so nicht der Fall war. „Diese Woche lief dürftig bis sehr dürftig, das muss man einfach sagen“, berichtet der TSV-Kommandogeber. „Wir hatten am Dienstag alle Spieler, die beim TVB Stuttgart ein Doppelspielrecht haben, nicht da, weil die ein Freundschaftsspiel gegen den HBW Balingen-Weilstetten hatten, und genau das Gleiche am Donnerstag, da hatten wir die U19-Thematik.“
Außerdem gab es im Anschluss an den Test des TVB einen Ausfall zu vermelden. „Linus Schmid kam zusätzlich mit einer Oberschenkelverletzung aus dem Testspiel und ich gehe auch nicht davon aus, dass er am Wochenende zum Einsatz kommen wird“, teilt der 44-Jährige mit. „Sören Hamann war krank bis einschließlich Donnerstag, Luis Sommer war noch beruflich verhindert, sodass es insgesamt natürlich schon sehr, sehr dürftig wird.“
Somit war die Vorbereitung auf den kommenden Gegner massiv gestört. „Wir haben mit sieben bis acht Feldspielern im Training rumgemacht, was natürlich dann dazu führt, dass wir auch keine besonders hohe Trainingsqualität hatten, weil wir nur drei Rückraumspieler hatten, und das dann dazu führt, dass man irgendwie sehr eingeschränkt trainieren kann“, ärgert sich der Sportlehrer. „Deswegen bin ich überhaupt nicht mit der Trainingswoche zufrieden.“
Nun geht’s zum Tabellenletzten Fürstenfeldbruck, der in 17 Partien erst sechs Punkte gesammelt hat. „Fürstenfeldbruck ist schon eine sehr, sehr unangenehm zu bespielende Mannschaft und eine Mannschaft, die immer emotional kommt und eine gute Halle im Rücken hat“, weiß der frühere Bundesligaspieler. „Sie haben bis jetzt wenig Punkte geholt, ich glaube aber schon, dass sie mit dem Punktgewinn in Köndringen-Teningen (33:33) von letzter Woche so ein bisschen Blut gelegt haben.“
Im Kellerduell lagen die Panther zwischenzeitlich mit fünf Toren vorne, kurz vor dem Ende jedoch scheinbar uneinholbar zurück. „Das hat sich auch gezeigt in ihrer Freude, die sie da ausgestrahlt haben nach diesem Spiel, wo sie dann in letzter Sekunde noch einen Punkt geholt haben, weil Köndringen-Teningen 40 Sekunden vor Schluss die Zwei-Tore-Führung schießt“, hat der TSV-Coach in seiner Spielvorbereitung analysiert. „Sie haben sich danach auch immens gefreut und das wird sicherlich eine sehr, sehr schwierige Aufgabe, die wir dort bestehen müssen.“
In der Vergangenheit war der Pantherkäfig eine schier uneinnehmbare Festung, in der laufenden Runde ist dies jedoch schon sechs Teams gelungen. „Wer dort schon mal gespielt hat, weiß, dass es wirklich sehr, sehr schwer ist dort und ich glaube auch, dass die natürlich nochmal alles daransetzen werden, das Spiel gegen uns erfolgreich zu gestalten, um weiter dranzubleiben“, erwartet der TSV-Kommandogeber einen Gegner, der sich mit allem wehren wird, was er zur Verfügung hat.
Wie es personell aussieht und auf wen er außer Schmid und dem niederländischen Nationaltorhüter Jorick Pol verzichtet muss, ist noch offen.


