MadDogs besiegen Würzburg mit 32:29 und rehabilitieren sich
Die Drittliga-Handballer des TSV Neuhausen/Filder haben für eine Überraschung gesorgt und die favorisierten Wölfe Würzburg im heimischen Egelsee-Zwinger geschlagen. Anders als bei der 29:46(10:23)-Packung im Hinspiel haben sich die Mannen von MadDogs-Coach Daniel Brack über 60 Minuten gewehrt, sind draufgegangen und haben einen 32:29(13:15)-Sieg gefeiert. Weiter geht’s am Samstag, 24. Januar, 19.30 Uhr, beim Tabellenletzten TuS Fürstenfeldbruck.
„Glückwunsch an Daniel Brack und Neuhausen, es war ein tolles Spiel, ihr habt einen Riesenkampf abgeliefert und am Schluss das Spiel auch verdient gewonnen. Die Zuschauer waren heute großartig und vielen Dank auch an unseren Fanclub für die Unterstützung. Beim 15:10 hatten wir es selbst in der Hand und in der Phase haben wir das Spiel abgegeben mit drei Gegentreffern in einer Minute. Eigentlich war nichts passiert beim 15:13, aber in der zweiten Hälfte kamen die MadDogs besser ins Spiel, sie haben eine aggressivere, bessere Abwehr gestellt, waren auch konsequenter im Abschluss, hatten besser Auslösehandlungen und Abläufe, haben auch immer wieder Druck im Gegenstoß ausgeübt und da konnten wir dann in der Phase nicht dagegenhalten. Dann kam die Halle, die Emotionen, Heimspiel, viele Faktoren zusammen, wir haben dann nochmal alles versucht, wir haben auch gekämpft, aber am Schluss waren die MadDogs besser als wir“, erkennt Wölfe-Trainer Heiko Karrer die Stärke der Filder-Handballer an.
„Es ist manchmal verrückt, ich kann mich an das Hinspiel erinnern, da standen wir in gleicher Besetzung in Würzburg, ich hatte einen Halbzeitrückstand von 23:10 und war der geprügelte Hund, hatte das Gefühl, das war wohl der größte Unterschied, den ich als Spieler oder Trainer wahrgenommen habe in einem Spiel. Wir hatten keine Chance, wurden verprügelt wie Hunde und mussten da vom Feld schleichen. Heute war es das Gegenteil, wir haben uns gewehrt, sind draufgegangen was ging, ein Kompliment auch an Hallensprecher Jürgen Kull, denn 20 Minuten vor Spielbeginn habe ich gedacht, ich könnte jeden Zuschauer mit Handschlag begrüßen und mit Namen. Aber heute hat man gesehen, dass nicht Masse sondern Klasse an Zuschauern entscheidet, vielen Dank, das war geil heute, die Unterstützung hat uns nach vorne getrieben. Viele haben wirklich gut gespielt, Niklas Prauß im Tor, Philipp Keppeler war Mister 100 Prozent und hat jedes Ding gemacht, Simon Kosak hat vorne super gespielt, Rohat Sahin hinten, ich finde auch, dass Luis Sommer die perfekte Rolle übernommen hat und in Überzahl die Ruhe bewahrt hat, Tobias Haag hat eine gute Rolle gespielt, Julian Reinhardt hat Lukas Fischer entlastet, Lukas mit einer Superleistung, ich bin wirklich mit allen sehr zufrieden“, freut sich MadDogs-Coach Daniel Brack über die Leistung seines Teams.
Zu Beginn fielen zunächst wenig Tore und so stand es nach siebeneinhalb Minuten 3:3. In der Folge konnten sich die Gäste einen Ein- bis Zwei-Tore-Vorsprung erarbeiten und hatten im Anschluss an das 7:8 (18.) ihre beste Phase, in der sie sich mit vier Treffern nacheinander auf 7:12 absetzten (25.). So blieb es auch bis knapp zwei Zeigerumdrehungen vor Schluss beim 10:15 (29.), ehe die Filder-Handballer ihre bis dahin stärksten Momente hatten und bis zur Pausensirene mit einem 3:0-Lauf auf 13:15 verkürzten.
Irgendwie wurde damit ein Schalter umgelegt, denn innerhalb der ersten 113 Sekunden nach dem Wechsel konnte Kapitän Philipp Keppeler beim 16:16 den ersten Gleichstand seit dem 3:3 herstellen. Beim 18:17 (38.) wurde sogar die erste Führung erzielt und die MadDogs-Abwehr stand nun deutlich aggressiver und Niklas Prauß im TSV-Kasten hielt zahlreiche Würfe. Zum 19:20 (42.) drehten die Gäste nochmals den Spielstand und bis zum 23:23 (47.) konnten sich auch immer wieder ausgleichen, aber zwischen der 47. und 51. Minute entschieden die Hausherren mit einem 5:1-Zwischenspurt die Partie. Spätestens beim 31:25 (55.) war die Entscheidung gefallen und Würzburg konnte nur noch Ergebniskosmetik betreiben. So stand am Ende ein überraschender aber verdienter 32:29-Heimsieg auf der Anzeigetafel.
TSV Neuhausen/Filder – Wölfe Würzburg 32:29
TSV Neuhausen/Filder: Prauß, Hamann; J. Sprößig, Huss, Heydecke, M. Sprößig, Haag (5), Schmid (4), Reinhardt (1), Baumann (4), Sommer (1), Fischer (5/4), Sahin (2), Keppeler (6), Kosak (4).
Wölfe Würzburg: Klein (1), Bogojevic; Krenz, Schömig (2), Karle (4), Mauch (1), Kaufmann, Kütt, Bauder (10/3), Schmidt (4), Szuharev (2), Reitemann (3), Daugs, Grömling (2), Merk.
Schiedsrichter: Ernst/Sippel (Fellbach/Freiburg).
Zuschauer: 375.
Zeitstrafen: Haag, Reinhardt, Sommer, Krenz, Szuharev, Reitemann (2), Merk.
Siebenmeter: 5/4 Fischer scheitert an Bogojevic, 3/3.


