MadDogs empfangen Wölfe Würzburg im Egelsee-Zwinger
Nach dem erfolgreichen Jahresauftakt mit dem Erfolg beim EZ-Pokal sowie dem spielfreien vergangenen Wochenende wartet auf die Drittliga-Handballer des TSV Neuhausen/Filder am Samstag, 17. Januar, 19.30 Uhr, im heimischen Egelsee-Zwinger mit den Wölfen Würzburg die derzeit wohl anspruchsvollste Aufgabe der 3. Liga Süd. Dabei wollen Coach Daniel Brack und seine Mannen ein anderes Gesicht zeigen als beim 29:46 im Hinspiel.
Der Start ins neue Jahr ist geglückt und die Filder-Handballer konnten sich mit dem zwölften Sieg beim EZ-Pokal zum alleinigen Rekordsieger krönen. „Erstmal haben wir uns gefreut über den EZ-Pokal-Sieg“, berichtet MadDogs-Coach Daniel Brack. „Ich bin ehrlich, ich hätte mir eine spielerisch etwas bessere Leistung gewünscht, aber so ist es nur manchmal im Sport. Wir könnten es machen und sind aber unserer Favoritenrolle gerecht geworden und damit hat es dann auch gepasst.“
Dass es nur vier Tage später mit dem Auswärtsspiel in Horkheim nicht weiterging lag an den Nationalmannschaftsabstellungen von Linus Schmid und Max Heydecke für die deutsche U20-Nationalmannschaft, die das Vier-Nationen-Turnier in Frankreich gegen den Gastgeber, Portugal und Spanien gewann.
„Die spielfreie Woche hat uns sicherlich gut getan, um da auch wieder in den Trainingsrhythmus zu finden“, ist Brack überzeugt. „Wir hatten insgesamt eine ganz gute Trainingswoche, die aber trotzdem natürlich wieder dadurch geprägt war, dass Julien Sprößig, Max Heydecke und Linus Schmid beim TVB im Trainingslager dabei waren. Das heißt, ich habe die Jungs jetzt fast zwei Wochen nicht gesehen und wenn man die Pause davor nimmt, da waren sie eine Trainingsanlage dabei. Das ist sicherlich alles andere als günstig, aber so ist es nun mal, damit müssen wir klarkommen und schauen, dass wir das bestes rausmachen und dass wir da am Samstag erfolgreich sind gegen die Wölfe.“
Das Hinspiel Ende November ging bekanntermaßen mit 29:46 in die Binsen und nur bis zum 3:3 konnten die MadDogs mithalten. „Ich glaube, das war schon eine der deutlichsten Niederlagen meines Lebens, die wir dort auswärts eingesteckt haben“, sagt der TSV-Kommandogeber im Rückblick. „Das ist eine Mannschaft, die unter professionellen Bedingungen trainiert, das heißt, sieben-, achtmal die Woche, die einen Profitrainer am Start hat. Einfach eine Mannschaft, die über eine extrem hohe Qualität verfügt, und das hat man jetzt auch schon gesehen, dass sie seit längerer Zeit keine Punkte mehr abgegeben haben.“
Zu Beginn hatte die Mannschaft von Wölfe-Trainer Heiko Karrer Probleme in die Spielzeit zu finden, denn es gab eine 38:39-Niederlage beim Aufsteiger Köndringen-Teningen. Anschließend folgten fünf Siege und ein Unentschieden, ehe sich eine Phase von drei Niederlagen in Folge anschloss. Zuletzt gewannen die Franken jedoch fünfmal nacheinander.
„Sie sind tatsächlich im Flow und sind sicherlich einer der Topfavoriten auf die Aufstiegsplätze, die es in der Südstaffel zu vergeben gibt“, schätzt der 44-Jährige die Lage beim Gegner ein. „Sie verfügen über ein sehr druckvolles Angriffsspiel, über eine sehr betonartig wirkende Abwehr und haben uns wie gesagt im Hinspiel keine Chance gelassen, dieses Spiel für uns zu entscheiden.“
Auch wenn die Rollen erneut klar verteilt sind, geht er positiv an die Aufgabe heran: „Ich freue mich jetzt trotzdem auf das Spiel, weil ich finde, es schon eine weitere Chance, um unseren Entwicklungsprozess weiter voranzutreiben. Wir hatten jetzt nochmal die Zeit, ein paar Dinge zu schärfen, haben das auch versucht umzusetzen.“
Trotz allem weiß er, dass bei seinem Team viel passen muss, um den Gästen Paroli bieten zu können: „Würzburg ist für mich schon der Topfavorit auf die Aufstiegsplätze in der 3. Liga Süd, weil sie jetzt auch einen richtigen Lauf haben und die letzten Spiele von vorne weg souverän, deutlich für sich entscheiden konnten, deswegen wird sicherlich eine schwere Aufgabe auf uns zukommen.“
Personell dürfte es keine größeren Ausfälle geben. „Jorick Pol wird uns fehlen, der bei der Nationalmannschaft mit den Holländern unterwegs“, sagt Brack zu seinem EM-Fahrer. „Bei den anderen Spielern hoffe ich, dass sie zum Einsatz kommen können. Bei Lauin Huss ist es noch ein bisschen unsicher, der hat noch eine kleine Schulterblessur. Das gleiche gilt auch für den einen oder anderen, der so eine kleinere Blessur hat, und trotzdem glaube ich, dass wir am Samstag mit voller Kapelle spielen können und ein gutes Spiel abliefern.“


