MadDogs empfangen die Jung-Gallier zum Derby im Egelsee-Zwinger
Dreimal blieben die Drittlliga-Handballer des TSV Neuhausen/Filder zuletzt sieglos. Genau gleich gestaltet sich die Situation bei den Gästen vom HBW Balingen-Weilstetten II. Am Sonntag, 23. März, 17 Uhr, kommt es nun zum direkten Aufeinandertreffen im Egelsee-Zwinger. Die Mannschaft von MadDogs-Coach Tobias Klisch möchte sich dabei auch für die knappe Hinspielniederlage revanchieren. Außerdem ist auch das legendäre Grillteam erstmals in diesem Jahr am Start.
Lediglich zweimal konnten die Filder-Handballer in dieser Woche trainieren, denn die Personaldecke war so eng, dass ein Abschlusstraining am Freitagabend keinen Sinn gemacht hätte. „Wir trainieren heute Abend nicht, weil wir keinen Torhüter haben, deshalb kann ich nicht sagen, dass die Situation sich entspannt hat“, gibt Klisch zu Protokoll.
„Dienstag und Donnerstag war okay, aber trotzdem, fehlen uns natürlich Max Heydecke und Linus Schmid im Training von der Qualität.“ Beide Youngsters waren mit der DHB-U19-Nationalmannschaft auf einem Lehrgang in Aachen. „Lukas Fischer fehlt nach wie vor in jeder Einheit, das merken wir schon, aber immerhin konnten wir am Dienstag mal wieder Sechs-gegen-sechs spielen.“
Nun kommt mit dem Zweitliganachwuchs des HBW Balingen-Weilstetten der Tabellenfünfte in den Egelsee-Zwinger und möchte seinen siebten Auswärtssieg feiern. Zuletzt gab es jedoch wie bei den MadDogs drei Niederlagen in Folge. „Ich glaube schon, dass man die Ergebnisse des HBW II so ein bisschen erklären kann“, betont der TSV-Kommandogeber.
„Sie haben eine sensationelle Hinrunde gespielt, Micha Thiemann macht aus meiner Sicht einen Superjob und hat sehr viel in diesem Jahr entwickelt. Jetzt sind sie so ein bisschen Opfer ihres eigenen Erfolgs, sie haben natürlich dadurch, dass sie so gut dastehen, jegliche Abstiegssorgen weg“, weiß der 37-Jährige. „Wir haben ja immer so ein bisschen Einblick über Markus seinen Sohn. Mischa, der dort spielt und ist dort extrem individuell trainiert.“
Die Entwicklung der Spieler verläuft so gut, dass sich sogar einige in den Kader der ersten Mannschaft festgespielt haben. „Beispielsweise haben jetzt fünf der Spieler am Donnerstagabend gegen Hüttenberg im Spitzenspiel in der zweiten Liga gespielt, sodass das auch ganz cool für die ist, dass jetzt natürlich ihre Chance bekommen oben und da dabei sind“, erklärt der Berufsschullehrer. „Deswegen wissen wir auch nicht, mit dem sie auflaufen.“
Auch vom HBW II war ein Spieler für den U19-Lehrgang nominiert, hat aber nicht teilgenommen und sich dadurch auch die Reisestrapazen gespart. „Bennet Strobel war im Vergleich zu Linus und zu Max nicht beim U19-Lehrgang dabei, weil er jetzt zweite Liga gespielt hat, und ich gehe davon aus, dass er dann am Sonntag dabei sein wird und dass sie dann in relativer Bestbesitzung auftreten können“, schätzt Tobias Klisch die Lage ein. „Zuletzt war Mika Schüler nicht dabei, so jetzt drei Monate schon, er hat etwas an der Hand und ich gehe davon aus, dass er jetzt auch nicht gegen uns wieder da ist.“
Aufgrund der jüngsten Resultate dürften beide Teams nicht vor Selbstvertrauen strotzen und der TSV-Coach möchte die eigene Negativserie schnellstens beenden: „Verlieren macht einfach keinen Spaß, ich habe auch kein Bock darauf, das war auch die letzten drei Spiele so und ich möchte jetzt schon den Bock noch mal umstoßen und sagen, okay, jetzt lasst es da die Punkte in einem Heimspiel holen und einfach für uns fürs Gefühl, weil es eben unter der Woche dann doch ein besseres Feeling gibt, die Spiele zu gewinnen.“
Um das Vorhaben umzusetzen, sind die MadDogs auch auf die Unterstützung der eigenen Fans angewiesen. „Ich hoffe, dass wir da Unterstützung von den Rängen bekommen und dann den Galliern relativ schnell klarmachen können, dass wir hier die Mentalität und die Einstellung in den Tag legen, dass für sie heute nichts geht und dann die Punkte in Neuhausen bleiben“, nimmt der frühere Drittligaspieler sowohl die Anhänger als auch das eigene Team in die Pflicht.
Kadertechnisch hat sich nicht verändert. „Personell ist bei uns wie die letzten Wochen, alles gleich. Lukas Fischer ohne Training und die A-Jugend ist spielfrei, aber die hatten jetzt eine extrem hohe Belastung, mit vier Testspielen bei der U19, jeden Tag, morgens Training, abends Spiel“, teilt Tobias Klisch mit. „Ich habe mit beiden (Max und Linus) Kontakt gehabt, sie sind beide schon platt, jetzt schauen wir mal, was der Samstag ausmacht, weil wir spielen ja erst am Sonntag und hoffen mal, dass sie uns dann vielleicht punktuell weiterhelfen können, was uns dann einfach breiter macht und helfen würde.“