Auswärtsaufgabe in der Goldstadt

Auswärtsaufgabe in der Goldstadt

Sechs Tage nach der hauchdünnen 27:28-Heimniederlage gegen Meister Nußloch wartet auf die Drittliga-Handballer des TSV Neuhausen am Samstag, 14. Oktober, 19 Uhr, das Gastspiel bei der TGS Pforzheim in der Bertha-Benz-Halle.

Beide Teams liegen mit 8:6 Punkten eng beieinander und sind nur durch die Tordifferenz voneinander getrennt. Während die Filder-Handballer +6 Tore haben sind es bei der TGS +2. Die Gastgeber haben ihrerseits zwölf Treffer mehr erzielt als die MadDogs, aber auch 16 mehr zugelassen.

Während die Schwarzwälder viermal gewonnen und dreimal verloren haben, gelang es bisher nur der SG Köndringen/Teningen und eben Nußloch gegen die Mannschaft von TSV-Coach Ralf Bader doppelt zu punkten. In der Fremde ist der Aufsteiger von den Fildern sogar noch ungeschlagen und musste nur zum Auftakt beim Tabellenführer in Östringen einen Zähler abgeben. „Das ist sicher ein Vorteil für uns, denn wir brauchen uns keine Gedanken machen, wo wir spielen“, ist Bader überzeugt.

Aus seiner Sicht muss seine Truppe im Vergleich zum Nußloch-Spiel nichts ändern. „Wir haben gesehen, dass unsere Spielweise auch gegen die Topteams funktioniert, deshalb ist Pforzheim nach der Niederlage in Fürstenfeldbruck unter Druck“, gibt der TSV-Kommandogeber die Favoritenrolle bereitwillig an seinen Gegenüber Andrej Klimovets, seines Zeichens Weltmeister von 2007, ab, „wir können locker und befreit nach Pforzheim fahren, denn wir haben das Leistungsvermögen, um auch auswärts zu punkten.“

Ein Schlüssel zum Erfolg liegt sicherlich darin, die Aktionen von TGS-Toptorjäger Florian Taafel und Spielmacher Maris Versakovs zu stören. „Sollte uns gelingen, sie in den Griff zu bekommen, dann werden wir auch unsere Siegchance bekommen“, ist der ehemalige Bundesligaspieler optimistisch. Taafel war bislang 55 Mal erfolgreich, Versakovs 32 Mal, dazwischen liegt noch Rechtsaußen Marco Kikillus mit 43 Treffern.

Natürlich wurden aus der Partie gegen den Vorjahresmeister auch Lehren gezogen. „Die wichtigste Erkenntnis ist, dass wir die beste Mannschaft über einen langen Zeitraum dominiert haben“, weiß Bader, „Kevin Bitz und Jochen Geppert schießen zwar 18 Feldtore, aber sie sind in meinen Augen Zweitligaspieler und nie ganz auszuschalten.“

Die letzten fünf Minuten wurden dahingehend analysiert, dass Spieler gefehlt hätten, die über die entsprechende Ruhe verfügen und die Entscheidung erzwingen. „Nachdem Hannes Grundler und Timo Durst offensiv gedeckt wurden, haben wir es nicht mehr geschafft zu treffen“, nennt Bader die Gründe, was in der Chrunchtime nicht funktioniert hat, „da müssen wir uns verbessern, auch wenn es das erste Mal war.“ Das sei vor allem eine mentale Geschichte, dennoch wüssten seine Jungs, dass er ihnen Vertrauen schenke.

Eine positive Nachricht gibt es auch in Sachen Julian Reinhardt. Der 21-Jährige steigt nach seiner Fingerverletzung so langsam wieder ins Training ein, allerdings noch mit gebremstem Schaum, damit er seine Teamkollegen in absehbarer Zeit wieder unterstützen kann.

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