MadDogs verlieren gegen Konstanz mit 33:43
So erfolgreich der Januar für die Drittliga-Handballer des TSV Neuhausen/Filder lief, so schlecht begann der Februar. Personell stark gebeutelt mussten sich die Mannen von Coach Daniel Brack im Egelsee-Zwinger der HSG Konstanz um den Ex-MadDogs-Trainer Ralf Bader mit 33:43 (18:21) geschlagen geben. Weiter geht’s am Sonntag, 8. Februar, 17 Uhr, mit dem Heimspiel gegen die SG Köndringen-Teningen.
„Ich war über das ganze Spiel nicht mit jeder Zweiminutenstrafe einverstanden, aber wir wollten hart verteidigen, spielen eine offensive 6:0, das hat uns die Zeitstrafen eingebracht, aber das haben meine Jungs sehr gut gemacht, dass wir trotz der Unterzahlsituationen gut gestanden sind. Gegen Ende der ersten Hälfte hatten wir einige wichtige Aktionen, durch die wir mit einer Führung in die Pause gehen und wir sind perfekt in die zweite Hälfte gestartet und dann sind es schnell plus zehn geworden“, äußert sich HSG-Trainer Ralf Bader nach der Partie.
„Glückwunsch an Ralf und die HSG zum verdienten Sieg. Sie waren heute klar besser mit viel individueller Qualität, das muss man dann auch mal akzeptieren. Heute haben wir das gegeben, was drin war, und auch wenn wir am Ende mit zehn verlieren, haben wir eine gute Leistung gebracht im Rahmen unserer Möglichkeiten. Nach dem Sieg gegen Oftersheim/Schwetzingen war ich unzufrieden und bin eskaliert, das ist heute anders. Wir können sicherlich besser spielen, aber emotional, kämpferisch bin ich mit der Leistung heute nicht mega unzufrieden, aber wir müssen den Blick auf Sonntag richten, um gegen Köndringen-Teningen den Abstand nach hinten zu halten“, weiß MadDogs-Coach Daniel Brack, dass unter den personellen Voraussetzungen nicht mehr möglich war.
Ohne die drei U19-Weltmeister Nick Scherbaum (Kreuzband-OP), Linus Schmid (Oberschenkelverletzung) und Max Heydecke (Wadenblessur) starteten die Filder-Handballer ganz ordentlich ins Spiel und führten mit 2:1 (4.). Trotz zweimaliger Überzahl mussten anschließend drei Tore nacheinander geschluckt werden, aber man antwortete mit einem 4:0-Lauf und hielt die Zwei-Tore-Führung bis zum 8:6 (11.). Danach wechselte die Führung hin und her, wobei die MadDogs härter für ihre Treffer arbeiten mussten, als die Gäste vom Bodensee. Bis zum 17:17 konnte sich keine Mannschaft absetzen, ehe sich fatale 60 Sekunden für die Gastgeber anschlossen. Ein Gegentor und zwei Ballverluste, die ebenfalls mit Gegentreffern bestraft wurden führten schließlich zu einem 18:21-Halbzeitrückstand.
Auch nach der Pause kamen die Gäste besser zurück aufs Parkett und gefühlt erzielten sie immer zwei Treffer, während der TSV nur einen markieren konnte. So wuchs der Abstand Stück für Stück an und war beim 24:34 (49.) erstmals zweistellig. Jedes Mal, wenn man dachte, das könnte eine Initialzündung sein, wie ein gehaltener Siebenmeter oder ein erfolgreicher Ballgewinn, wurde der Vorteil und die Möglichkeit zu verkürzen leichtfertig hergegeben und erst beim 30:38 (55.) nachdem Lukas Fischer einen seiner sieben Siebenmeter sicher verwandelt und auch Youngster Laurin Huss zwei Treffer erzielt hatte, sah das Resultat zumindest ein bisschen freundlicher aus. So blieb es auch bis zum 33:41 (59.), die letzten beiden erfolgreichen Abschlüsse gehörten aber der HSG weshalb es am Ende 33:43 hieß.
TSV Neuhausen/Filder – HSG Konstanz 33:43
TSV Neuhausen/Filder: Prauß, Hamann, Pol; J. Sprößig, Huss (2), M. Sprößig, Haag (3), Reinhardt, Baumann (3), Sommer (7), Fischer (10/7), Sahin (2), Keppeler (1), Kosak (5).
HSG Konstanz: Pauli, Frensel; Stotz (1), Czako (4), Michelberger (6), Sproß (7), Erifopoulos (1/1), Schwormstede (2), Knipp (2), Enninghorst (6), M. Piluto (3), N. Piluto (3), Hadlich (3), Fuhrmann, Dietrich (3), Schlafmann (2).
Schiedsrichter: Salles/Salles (Pleidelsheim/Karlsruhe).
Zuschauer: 300.
Zeitstrafen: J. Sprößig, Baumann, Sommer, Kosak, Stotz, Michelberger (3), Sproß (2), Schwormstede (3), Dietrich.
Besondere Vorkommnisse: Rote Karten für Michelberger (57.), Schwormstede (53., beide wegen drei Zeitstrafen) und Knipp (41., alles HSG) wegen groben Foulspiels.
Siebenmeter: 7/7, 4/1 Erifopoulos scheitert an Prauß und an Pol, Schlafmann scheitert an Pol.


