Letzte Option bringt die Wende nach deutlichem Rückstand - 26:25-Heimsieg gegen Fürstenfeldbruck

Letzte Option bringt die Wende nach deutlichem Rückstand - 26:25-Heimsieg gegen Fürstenfeldbruck

In einem echten Handballkrimi haben die Drittliga-Handballer den ersten Heimsieg eingefahren. Beim 26:25-Erfolg gegen den TuS Fürstenfeldbruck lag die Mannschaft von TSV-Coach Eckard Nothdurft kurz nach der Pause mit 8:16 scheinbar aussichtlos hinten, kämpfte sich jedoch zurück und feierte am Ende einen knappen aber verdienten Sieg. Weiter geht’s am Sonntag, 14. Oktober, 17 Uhr, beim HBW Balingen-Weilstetten II.

„Das ist ein absoluter Albtraum für uns. Glückwunsch zu den beiden Punkten, denn ich gönne es Eckard Nothdurft und seiner Mannschaft und am Ende war es auch verdient. Bis zur 38. Minute haben wir geilen Auswärtshandball gespielt, hatten einen guten Michael Luderschmid im Tor und konnten unser Tempospiel aufziehen. Über die letzten 20 Minuten bin ich richtig sauer, denn Neuhausen hat auf eine 6:0-Abwehr umgestellt und das lösen wir normalerweise gut. Neuhausen hat sich dann Selbstvertrauen geholt und als es drei Minuten vor Schluss unentschieden stand, haben wir uns gegenseitig angekackt“, kann TuS-Trainer Martin Wild seinen Frust über die Niederlage nur schwer verbergen.

„Es ist immer schwierig, nach so verrückten Spielen, sinnvolle Dinge zu sagen. In den ersten 15 Minuten haben wir mit der 5:1-Formation gut gedeckt, hatten aber Probleme mit der unangenehmen Abwehr von Fürstenfeldbruck. Wir mussten dann wechseln und umstellen und Fürstenfeldbruck hat unsere 3:2:1 geknackt. Unsere letzte Chance war die 6:0, auf die wir nach der Pause umgestellt haben. Es war wichtig, dass wir schnell rangekommen sind, Lukas Lohmann war stark, als er reingekommen ist und auch Philipp Keppeler hat viele wichtige Tore gemacht. Wir haben versucht, Lösungen gegen die Abwehr von Fürstenfeldbruck zu finden, aber das kannst du nicht trainieren. Gott sei Dank haben wir gewonnen“, fallen Nothdurft Steine nach dem ersten Heimsieg unter seiner Leitung vom Herzen.

„Danke an die Fans, die nicht aufgehört haben, an uns zu glauben. Ecki hat vor dem Spiel zu uns gesagt, dass wir jetzt zwei Stunden ganz eng zusammenstehen müssen, damit kein Blatt Papier zwischen und passt und das haben wir gemacht. Wir sind eine junge und aufstrebende Mannschaft und der Sieg sollte uns Selbstvertrauen geben“, ergänzt der TSV-Spieler des Spiels, Lukas Lohmann, und verabschiedete sich zur Nachtschicht bei der Polizei.

Zu Beginn dominierten die Abwehrreihen und die Torhüter Sebastian Arnold und Michael Luderschmid, deshalb fielen auch nicht viele Tore und das 4:4 (12.) war nicht verwunderlich. Dann mussten die Filder-Handballer wechseln und von 5:1 auf 3:2:1 umstellen. Dies nutzten die Panther zu einem 6:0-Lauf, den Nothdurft auch nicht mit einer Auszeit stoppen konnte. Routinier Timo Flechsenhar beendete schließlich die torlosen elf Minuten und nach einem von Fürstenfeldbruck vergebenen Siebenmeter konnte der Rückstand wieder auf 6:10 verkürzt werden. Dies war aber nur ein kurzes Zwischenhoch, denn mit 8:15 ging es in die Kabinen und nur noch kühnste Optimisten glaubten an eine Wende.

Die kam jedoch nach dem Wechsel. Zwar erhöhten die Gäste auf 8:16, nun hatte Nothdurft aber Youngster Lukas Lohmann aufs Feld und Nicolas Gross zwischen die Pfosten geschickt und die Abwehr auf 6:0 umgestellt. Lohmann dankte das Vertrauen mit guten Kreisanspielen und drei blitzsauberen Treffern. So schmolz der Rückstand auf 14:17 (41.) und Wild reagierte per Timeout. Keppeler verkürzte weiter auf 15:17, danach blieb der Abstand zunächst konstant. Die MadDogs ließen allerdings nicht nach und ließen sich auch von fragwürdigen Zeitstrafen nicht aus dem Konzept bringen. Mit einem Doppelpack stellte Keppeler den 22:23-Anschluss her und legte wenig später auf Leon Pabst zum 23:23-Ausgleich auf. Noch einmal konnte Fürstenfeldbruck vorlegen, aber mit drei Toren in Serie bog der TSV auf die Siegerstraße ein. Johannes Stumpf verkürzte für die Gäste noch auf 25:26, am Ende spielten die Gastgeber aber die Zeit herunter und bejubelten den ersten Heimsieg der Saison ausgelassen.

TSV Neuhausen/Filder – TuS Fürstenfeldbruck 26:25

TSV Neuhausen/Filder: Arnold, Gross; Mönch (4), Durst (4), Letzgus, Pabst (2), Hipp, Fleisch, Grundler (3), Reinhardt (1), Flechsenhar (1), Roos, Sommer (2), Holder, Keppeler (5).

TuS Fürstenfeldbruck: Winkler, Luderschmid, Hagitte; Gnan (2), Gottschall, Hild (1), Augner (3), Lex (3), Meinzer (4), Stumpf (3), Hartz (8/2), Schwagerus, Horner (1).

Schiedsrichter: Bernhardt/Zick (Edigheim/Mundenheim).

Zuschauer: 450.

Zeitstrafen: Roos, Sommer (2), Holder, Keppeler, Hild (2), Lex.

Siebenmeter: 1/0 Holder scheitert an Luderschmid, 4/2 Hartz wirft drüber, Stumpf scheitert an Arnold.

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