MadDogs wollen Echazkrokodile beißen

MadDogs wollen Echazkrokodile beißen

Sieben Tage nach dem Heimsieg gegen Horkheim steht für die Drittliga-Handballer des TSV Neuhausen am Freitag, 27. Oktober, 20 Uhr, das Derby beim VfL Pfullingen an. Beide Hallen trennen gerade einmal 30 Kilometer, außerdem gibt es einige Spieler, die bereits das Trikot des Konkurrenten getragen haben.

Zwei Sieger des vergangenen Wochenendes treffen in der altehrwürdigen Kurt-App-Halle, die schon Erstliga-Handball gesehen hat, aufeinander. Während sich die MadDogs bekanntermaßen mit 33:30 gegen den Vizemeister Horkheim durchsetzten, gewann der VfL auf heimischem Parkett gegen den Aufsteiger TuS Dansenberg mit 41:33. Damit konnte das Team von der Echaz den zweiten Heimsieg in Folge feiern und gleichzeitig die Abstiegsplätze verlassen.

 

Dort mussten sich die Filder-Handballer bislang noch nicht niederlassen, weshalb sie erstmals in dieser Saison die Favoritenrolle innehaben. Mit 10:8 Punkten rangiert die Truppe von TSV-Coach Ralf Bader auf Platz sieben, während die Mannschaft von VfL-Trainer Till Fernow auf mit 5:11 Zählern auf Position 13 liegt. „Diese Situation haben wir nun zum ersten Mal und wir dürfen sie nicht unterschätzen“, warnt Bader seine Jungs, „als Underdog ist es immer einfacher zu agieren, als wenn man Favorit ist.“

Allerdings ist er davon überzeugt, dass seine Jungs das Ganze nicht zu hoch hängen. „Wir brauchen eine Topleistung, denn Pfullingen wartet auf seine Chance, aber wir haben genug Selbstbewusstsein, um uns die zwei Punkte zu holen.“ Nicht nur für ihn als ehemaliger Pfullinger Bundesligaspieler ist das Aufeinandertreffen etwas Besonderes. „Es sind kurze Wege, außerdem kennen sich die Spieler gut“, weiß der TSV-Kommandogeber.

Sein Co-Trainer Markus Locher wohnt in Pfullingen, außerdem spielten aus dem TSV-Kader bereits Julian Reinhardt, Moritz Hipp und Alexander Trost unter der Achalm, Luis Sommer und Philipp Keppeler traten dies in der Jugend der JSG Echaz-Erms. Auch auf Seiten der Gastgeber gibt es mit Kreisläufer Nico Hiller einen Akteur, der bereits das MadDogs-Trikot überstreifte.

Zuletzt mussten die Bader-Boys gegen die vier Topmannschaften aus der vergangenen Saison antreten, konnten dabei dreimal gute Leistungen zeigen und vier Punkte einfahren. „Wir versuchen, uns auf unseren Weg zu konzentrieren und das was wir können, auch gegen die Teams abzurufen, die hinter uns stehen“, weiß Bader, „unser erstes Ziel ist es, den Gegner in der Abwehr und im Ergebnis zu kontrollieren sowie im Angriff dem Spiel unseren Stempel aufzudrücken.“

Die Hausherren hatten einen schwierigen Saisonstart mit vielen knappen Niederlagen, sind nun aber in die Spur gekommen. „Sie haben einen starken Angriff, deshalb wird es eine Superaufgabe, auf die wir uns alle freuen, zudem haben wir nicht den großen Druck“, schätzt der 37-Jährige denn Kontrahenten ein, „sicherlich hat auch der Abgang von Florian Möck nach Horkheim eine Rolle gespielt, denn er ist erfahren und weiß, wie er ein Spiel leiten muss und welches Risiko er eingehen kann. Das darf man nicht unterschätzen.“

Allerdings hätte der Spielmacher in der Vergangenheit auch oft länger verletzt gefehlt, weshalb einige andere Spieler früh in der Verantwortung standen und so bereits Erfahrung sammeln konnten. „Das ist immer auch eine Chance für die Jungs aus der zweiten Reihe“, so Bader.

Am Freitag könnte er auch erstmals in dieser Saison wieder mit der vollen Kapelle anreisen, denn Linksaußen Julian Reinhardt hat von medizinischer Seite das Ok bekommen, wieder aktiv auf dem Feld eingreifen zu dürfen. „Ob ich ihn schon in den Kader aufnehme, entscheidet sich kurzfristig“, will Bader noch nichts verraten. Für die Partie hofft er darauf, dass viele TSV-Fans die kurze Strecke auf sich nehmen, denn die Unterstützung von den Rängen könnte ein entscheidender Faktor sein, wie schon das Spiel in Neuhausen/Erms gezeigt hat.

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