MadDogs unterliegen dem TV Bittenfeld II knapp mit 27:28
Im vorletzten Heimspiel der Saison mussten sich die Drittliga-Handballer des TSV Neuhausen/Filder dem TV Bittenfeld II hauchdünn geschlagen geben. Bei der 27:28(14:12)-Niederlage fand die Mannschaft von MadDogs-Coach Daniel Brack auch aufgrund personeller Probleme nie in den gewohnten Rhythmus und gab die Partie zwischen der 50. und 55. Minute aus der Hand. Weiter geht’s am Samstag, 2. Mai, 19.30 Uhr, im letzten Heimspiel im Egelsee-Zwinger gegen die Rhein-Neckar Löwen II.
„Ich denke, am Ende profitieren wir vom einen oder anderen Fehler zu viel von Neuhausen, aber ich denke, wir haben richtig geackert, richtig gekämpft, in einer Formation, in der wir selten zusammenspielen, haben auch das Quäntchen Glück, das haben wir aber auch erzwungen und im Angriff haben wir es clever gespielt. Wir waren geduldig, es war nicht immer schön, aber wir haben unsere Tore gemacht, die gereicht haben, und hatten hinten drin mit Bobby Gantner, den ich schon auswechseln wollte, der hintenraus noch ein paar gute Paraden hat. Es ist ein glücklicher Sieg, den wir uns erarbeitet haben“, freut sich TVB-Trainer Alexander Heib über den Erfolg seines Teams.
„Der Sieg für Bittenfeld ist glücklich, aber auch verdient oder zumindest nicht unverdient. Wir hatten über das ganze Spiel nicht den Rhythmus, den wir sonst in unserem Spiel haben, das gilt vor allem für unseren Gegenstoß, das war sehr unrhythmisch und abgehackt und so kamen wir nicht zu einfachen Toren. Ich dachte in der Halbzeit, dass wir das hintenraus mit mehr Tempospiel hinbekommen, aber ich habe schon mit Markus Locher gesprochen, dass es keinen Moment gab, wo wir so eine Phase gehabt haben, in der gar nichts lief, sondern da hat Bobby tatsächlich vier, fünf Dinger gehalten und dann ist es eben so ein Spiel, wie es sich in der ersten Hälfte schon angebahnt hat, dass viele Abpraller bei Bittenfeld gelandet sind. Deshalb muss man an so einem Tag noch mehr auf der Hut sein und das Quäntchen sich zu erarbeiten und das ist uns nicht gelungen. Ich bin mir nach wie vor sicher, dass wir in der letzten Szene einen freien Durchbruch hinbekommen hätten, wenn der Ball kommt, ist es Vier-gegen-zwei auf der rechten Seite, aber der Ball ist ein bisschen zu tief und dann reicht es nicht mehr für einen Punktgewinn. Darum sind wir enttäuscht und wir wissen schon, dass wir viel zu tun haben, auch für nächstes Jahr, denn mit Linus Schmid und Max Heydecke können wir in der Form definitiv nicht mehr planen und wir müssen als Gruppe einen Schritt nach vorne machen und müssen uns auch von der Abhängigkeit von Lukas Fischer ein Stück weit befreien“, nennt MadDogs-Coach Daniel Brack die Gründe, warum es ganz knapp nicht für Zählbares gereicht hat.
Neben Linus Schmid und Max Heydecke, die tags darauf für den TVB Stuttgart gegen den SC Magdeburg aufliefen, konnte krankheitsbedingt auch auf Lukas Fischer nicht zurückgegriffen werden. So legten die Gäste zunächst vor, die Filder-Handballer waren dann beim 3:2 (3.) erstmals in Front. Bittenfeld konnte den Spielstand zum 5:6 (11.) nochmals drehen, danach bestimmten die Gastgeber das Geschehen und waren immer mit ein bis zwei Toren vorne. So richtig absetzen konnten sie sich aber nicht, auch weil sie nicht in ihr gewohntes Tempospiel kamen. Beim 13:10 (25.) waren die MadDogs dann aber doch erstmals mit drei Treffern vorne, doch auch das gab nicht die nötige Sicherheit, denn bis zum nächsten Tor dauerte es bis acht Sekunden vor der Pause, in der Zwischenzeit hatte der TVB II seinerseits zweimal eingenetzt. So ging es mit 14:12 in die Kabinen.
Nach dem Wechsel kamen die Hausherren besser rein und bauten ihren Vorsprung, auch begünstigt durch den zweiten von Sören Hamann gehaltenen Siebenmeter, auf vier Treffer aus. Dieser blieb bis zum 18:14 (36.) konstant, dann nahm Heib eine Auszeit und seine Truppe verkürzte mit einem 3:0-Lauf. Die MadDogs antworteten jedoch auf die identische Weise und hielten den Abstand erneut bis zum 22:18 (43.). Zum wiederholten Male gelangen den Gästen drei Tore nacheinander, aber bis zum 25:23 (51.) blieben die Gastgeber vorne. Danach hielt Ex-MadDogs Joshua Bobby Gantner dreimal in Serie und dem TSV unterliefen noch drei technische Fehler und so zogen die Gäste mit vier Treffern nacheinander zum 25:27 vorbei (56.). Die Brack-Sieben gab aber nicht auf und kämpfte bis zum Schluss, aber in letzten Angriff beim Stand von 27:28 unterlief erneut ein vermeidbarer technischer Fehler, der letztlich die Chance kostete, zumindest noch einen Punkt mitzunehmen.
TSV Neuhausen – TV Bittenfeld II 27:28
TSV Neuhausen/Filder: Prauß, Hamann, Pol (1); J. Sprößig (2), Huss (1), M. Sprößig (1), Haag (9), Reinhardt (2), Baumann (4), Sommer, Sahin (3), Keppeler (4/2), Kosak.
TV Bittenfeld II: Gantner, Starkloff, Lehmann; Kynast, Uskok (8), Eckert (5), Eberle (4), Kleinknecht, Winger (3), Luithardt, Schweikardt (1), Gutic (2), Seiz (5/4), Wissmann.
Schiedsrichter: Gorenflo/Mangold (SG Gutach/Wolfach).
Zuschauer: 250.
Zeitstrafen: Baumann, Sommer, Eberle, Schweikardt.
Siebenmeter: 3/2 Keppeler scheitert an Starkloff, 6/4 Seiz scheitert zweimal an Hamann.


