MadDogs gewinnen beim HC Erlangen II mit 37:34
Neun Tage nach der Derbysieg gegen Pfullingen haben die Drittliga-Handballer des TSV Neuhausen/Filder erneut einem Favoriten ein Schnippchen geschlagen. Beim 37:34(19:19)-Sieg setzten sich die Mannen von MadDogs-Coach Daniel Brack wie im Hinspiel so auch im Rückspiel beim HC Erlangen II durch und machten den SV Salamander Kornwestheim zum Staffelsieger. Weiter geht’s am Samstag, 25. April, 19.30 Uhr, im Egelsee-Zwinger gegen den TV Bittenfeld II.
„Es ist schon speziell, denn der HC Erlangen II hat ein richtig gutes Team, heute noch mit Hampus Olsson, Nationalspieler seines Landes Schweden, als Verstärkung auf Rechtsaußen. Das ist einfach eine richtig gute Mannschaft und man muss sagen, dass wir da stolz drauf sein können, heute diesen Sieg eingefahren zu haben. Das ist schon etwas Besonderes und zeigt auch, dass wir die Saison bestmöglich abschließen wollen. Für mich war heute, auch wenn es 34 Gegentore nicht zeigen, Niklas Prauß und die Abwehr der entscheidende Faktor. Ich finde, dass wir das vorne wirklich auch gut gemacht haben und wirklich eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt haben. Herausragend für mich Niklas Prauß und wen man auf vielleicht noch erwähnen könnte, wäre Laurin Huss, der wirklich eine überzeugende Leistung im Drittligaspiel gezeigt hat, wo er wirklich selbst stolz drauf sein kann. Daher hoffe ich drauf, dass wir diese Form konservieren und nächste Woche gegen TVB II erneut erfolgreich sind. Heute freuen wir uns erstmal und genießen diesen überraschenden Auswärtssieg“.
Die ersten zehn Minuten verliefen ausgeglichen mit wechselnden Führungen, denn bis zum 6:6-Zwischenstand konnte sich kein Team absetzen (11.). Mit einem Doppelschlag lag der HCE II dann beim 8:6 (12.) erstmals mit zwei Treffern vorne und Daniel Brack nahm kurz darauf seine erste Auszeit. Beim 9:9 (17.) gelang dann wieder der Ausgleich und beim 12:11 (20.) erstmals seit dem 5:4 wieder die Führung. Bis zum Seitenwechsel ging es genauso weiter, wobei die MadDog zwischen der 24. und 26. Minute ihre beste Phase hatten und vom 15:16 mit einem 3:0-Lauf auf 18:16 vorbeizogen. In die Pause ging es schließlich mit einem 19:19.
Der zweite Durchgang begann ähnlich mit zwei starken Angriffsreihen, wobei auf TSV-Seite Niklas Prauß im Torhüterduell mit Erlangens Marc Panholzer immer knapp die Nase vorne hatte. Nachdem die Franken gleich zu Beginn mit 20:19 vorne lagen, waren die Gäste bis zum 27:27 (46.) stets diejenigen, die knapp in Führung waren, und ließen sich dabei auch nicht von einem vergebenen Siebenmeter und einer glatten roten Karte aus dem Konzept bringen. Beim 28:27 (49.) lag Erlangen dann noch ein letztes Mal in Front, aber auch davon sowie von zwei weiteren vergebenen Siebenmetern und einer Zeitstrafe ließ man sich nicht aus der Bahn werfen. Denn danach folgten drei Tore in Serie und der HCE II reagierte mit einer Auszeit. Näher als auf ein Tor ließen sie die Filder-Handballer aber nicht mehr herankommen und spätestens nach dem zweiten von Jorick Pol gehaltenen Strafwurf (58.) und zwei weiteren eigenen Treffern war beim 36:32 (59.) die Partie entschieden. Erlangen durfte noch etwas Kosmetik betreiben, den Schlusspunkt setzte aber Simon Kosak, der mit der Schlusssirene den 37:34-Endstand besorgte.
HC Erlangen II – TSV Neuhausen/Filder 34:37
HC Erlangen II: Panholzer, Rümmelein; Bialowas (10/4), Moser, Körsgen, Hindelang, Sehnke (4), Taft (3), Willax (1), Frank (1), Hübner (1), Olsson (3), Speck (2), Stempel (2/1), Senft (1), Kreuzer (6).
TSV Neuhausen/Filder: Prauß, Pol; J. Sprößig (3), Huss (2), M. Sprößig (4), Haag (2), Schmid (4), Reinhardt (2), Baumann, Sommer (2), Fischer (10/4), Sahin (1), Keppeler, Kosak (7).
Schiedsrichter: Mischock/Riebesam (Leipzig/Görlitz).
Zuschauer: 234.
Zeitstrafen: Moser, Taft, Willax, Haag (3), Schmid, Reinhardt, Sommer, Kosak.
Besonderes Vorkommnis: Rote Karten für Haag (54.) wegen drei Zeitstrafen und Baumann (45., beide TSV) wegen groben Foulspiels.
Siebenmeter: 7/5 Bialowas scheitert zweimal an Pol, 5/2 Fischer scheitert zweimal an Panholzer, J. Sprößig einmal.


