MadDogs unterliegen der Saase3 Leutershausen mit 23:30
Im Heimspiel gegen die Saase3 Leutershausen mussten die Drittliga-Handballer des TSV Neuhausen/Filder eine 23:30(11:15)-Niederlage im Egelsee-Zwinger hinnehmen. Dabei lief die Mannschaft von MadDogs-Coach Daniel Brack von Beginn an einem Rückstand hinterher, vergab viele Chancen, zeigte kein gutes Überzahlspiel und kam so auch nie richtig in den Rhythmus. Weiter geht’s am Donnerstag, 5. März, 20 Uhr, im Nachholspiel beim TSB Heilbronn-Horkheim.
„Ich bin heute natürlich durchweg zufrieden mit der Mannschaft, ich glaube es war eine geschlossen starke Leistung. Wir hatten etwas Bauchweh, da uns Tim Götz im letzten Spiel auf Rückraum Mitte sehr geholfen hat nach langer Verletzungspause, er ist heute wieder ausgefallen und Max Preller macht auf Rückraum Mitte ein überragendes Spiel und kompensiert das komplett und er ist sticht zusammen mit Lukas Luba im Tor heraus, aber ich bin wirklich mit der gesamten Mannschaft zufrieden. Es war ein bisschen ein zerfahrenes Spiel, mit vielen Zeitstrafen, wir haben kühlen Kopf bewahrt, waren clever, haben gut gedeckt und haben es am Ende auch gut runtergespielt“, nennt S3L-Trainer Florian Taafel die Gründe, warum seine Truppe die Partie für sich entschieden hat.
„Glückwunsch an Florian Taafel und sein Team zum verdienten Sieg. Es ist schwer, das Ganze in Worte zu bekommen, danke für die aufmunternden Worte, dennoch müssen wir aufpassen, dass wir uns nach Niederlagen nicht geil fühlen, denn wer verliert hat nicht so viel richtig gemacht, so ehrlich muss man sein. Wenn man es technisch, taktisch begründet, Chancenverwertung, Überzahl waren nicht gut, das war der größte Unterschied. Dennoch geht es mir ums große Ganze, es kommt viel dazu, denn Simon Kosak bekommt als einziger Kreisläufer nach 21 und 23 Minuten seine beiden Zeitstrafen, deshalb müssen wir Abwehr-Angriff wechseln, es gibt keine Möglichkeit mehr, das unterzubringen und dann wird es am Ende immer zäher. Wir mussten viel wechseln, damit wir irgendwie einen Rhythmus reinbekommen, es ist dann sehr schwierig, das vom Matchplan umzusetzen. Auch das Glück war heute nicht auf unserer Seite, wenn ich da an den Wurf von Niklas Prauß vor der Halbzeit denke, dann wären aus Minus fünf Minus drei geworden, so sind es eben Minus vier, es sind dann fünf Zentimeter, warum es nicht reicht und dann könnten wir auch die Halle wieder zum Kochen bringen. Am Dienstag haben wir mit zwölf Feldspielern trainiert, heute haben fünf gespielt und dann wird es einfach schwierig, einen Teamrhythmus zu finden, sich zu verbessern in jedem Training und ich glaube, dass hat man heute auch ein bisschen gesehen“, schildert MadDogs-Coach Daniel Brack seine Eindrücke, warum seine Truppe in den 60 Minuten nie an ihr Optimum kommen konnte.
„Wir standen eigentlich ziemlich gut in der Abwehr, sind gut in den Takt gekommen, der Torhüter kommt gut ins Spiel, aber ich weiß nicht, wie viele freie wir verworfen haben, wie viele technische Fehler wir gemacht haben und dann ist Leutershausen einfach zu gut und hat zurecht gewonnen“, ergänzt der reaktivierte Ex-Kapitän Hannes Grundler.
Neben Max Heydecke und Linus Schmid, die tags darauf mit dem TVB Stuttgart in Minden antraten, konnte auch Kreisläufer Rohat Sahin nicht mitwirken. Somit liefen die Filder-Handballer von Beginn an einem Rückstand hinterher und konnte nur bis zum 2:2 (4.) ausgleichen. Danach setzte sich das Team von der Bergstraße in Überzahl mit drei Tore nacheinander ab, anschließend konnte bis zum 10:11 (22.) immer wieder auf einen Treffer Rückstand verkürzt werden. Allerdings erhielt der einzig verbliebene Kreisläufer Simon Kosak innerhalb von 129 Sekunden zwei Zeitstrafen, wobei jedoch vor allem die erste höchst fragwürdig war. Somit konnte noch weniger Tempo aufgenommen werden, da vermehrt Abwehr-Angriff gewechselt werden musste. Mit einem 4:0-Lauf setzten sich die S3L dann weiter ab und dann kam für die MadDogs auch noch Pech dazu. Julien Sprößig hatte auf 11:15 verkürzt und Niklas Prauß warf kurz vor der Pausensirene aufs leere Gäste-Tor, der Ball prallte jedoch vom Pfosten zurück ins Feld.
Auch nach der Pause kam nicht mehr Geschwindigkeit ins Spiel, denn Leutershausen spielte viele lange Angriffe und so wurde es zäher und zäher. Die Hausherren kamen immer wieder auf drei Tore heran, aber nicht näher und die S3L war eine Viertelstunde vor dem Ende mit sechs Treffern vorne. Weniger wurde es nur beim 20:24 (51.), mehr aber auch nicht. Unter den gegebenen Umständen konnte leider keine Schlussoffensive gestartet werden und spätestens beim 21:27 (55.) war der Käse gegessen. Am Ende stand ein 23:30 auf der Anzeigetafel.
TSV Neuhausen/Filder – Saase3 Leutershausen 23:30
TSV Neuhausen/Filder: Prauß (1), Hamann, Pol; J. Sprößig (1), Huss, M. Sprößig, Haag (5), Grundler (1), Reinhardt, Baumann (2), Sommer (2), Fischer (5/2), Keppeler (5/2), Kosak (1).
Saase3 Leutershausen: Mangold, Ullrich, Luba (1); Schreiber (6/2), Gutsche (4), Salger (2), Krämer (3), Schwarzer, Schetters, M. Keller, Leun (1), Bauer, Bitz, L. Keller, Preller (8), Kessler (5/1).
Schiedsrichter: Lier/Lier (TSV Schmiden).
Zuschauer: 300.
Zeitstrafen: Haag, Grundler, Baumann, Kosak (2), Schreiber, Salger, Krämer (2), Leun, L. Keller, Kessler.
Besondere Vorkommnisse: Roten Karten für Salger (49.) und Bitz (14., beide S3L) wegen groben Foulspiels.
Siebenmeter: 7/4 Fischer scheitert zweimal an Luba, Keppeler scheitert an Luba, 5/3 Schreiber scheitert zweimal an Pol.


