MadDogs besiegen Brooklyn United, den TV Erlangen-Bruck, mit 37:27
Im Heimspiel gegen den TV Erlangen-Bruck haben die Drittliga-Handballer des TSV Neuhausen/Filder nach zuvor zwei Niederlagen gegen Topteams einen auch in der Höhe verdienten 37:27(19:12)-Heimsieg gefeiert. Dabei trotzte die Mannschaft von MadDogs-Coach Daniel Brack auch den widrigen personellen Bedingungen und Nick Scherbaum konnte nach einem Dreivierteljahr Verletzungspause ein starkes Comeback feiern. Nach dem spielfreien kommenden Wochenende geht’s am Sonntag, 15. November, 17 Uhr, zur HSG Konstanz.
„Glückwunsch an Daniel, Neuhausen und Nick, ich hatte auch zweimal eine Kreuzbandreha, deshalb weiß ich, wie wichtig das erste Spiel ist. Zehn Tore klingt viel und ist auch viel, aber es ist auch verdient. In den letzten beiden Spielen hatten wir zwei Tiefschläge zu verkraften und haben diese Woche viel aufgearbeitet. Wir hatten einen guten Start ins Spiel, damit bin ich zufrieden, das ist eine Phase, die wir mitnehmen und wir hatten dann in der zweiten Hälfte noch eine Phase, in der wir viel richtig machen und auf vier oder fünf Tore herankommen. Wir bekommen dann ein, zwei unglückliche Pfiffe und in der Phase killt uns das dann, da sind wir einfach nicht stabil genug, das weiter auszubauen. Ohne Ausreden finden zu wollen, ich habe eine tolle, aber leider eine sehr junge und unerfahrene Mannschaft und das tut uns in solchen Phasen weh. Wir nehmen heute das Gute mit und gratulieren einer Topmannschaft zum verdienten Sieg“, erkennt TV-Trainer Moritz Sokol die Stärke der MadDogs an.
„Vielen Dank für die Glückwünsche, Moritz. Jedes Handballspiel muss erstmal gespielt werden und ich muss Moritz rechtgeben, denn Erlangen-Bruck hat immer wieder Phasen, in denen man das Gefühl hat, dass ihr ganz nah dran seid, und ihr könnt das über bis zu 20 Minuten halten und dann kommt der Break und es wird schwierig. Irgendwann kommt dieser Moment nicht mehr, so wie es auch heute der Fall war, deshalb sind wir umso glücklicher, dieses Spiel für uns zu entscheiden, weil Erlangen-Bruck hat genug Qualität in der Mannschaft, aber es wird noch einige Zeit dauern, bis das System in der Mannschaft ist und deshalb bin ich felsenfest davon überzeugt, dass sie noch eine gute Runde spielen können. Umso mehr freut es mich, dass wir dieses Spiel gewonnen haben, die Rahmenbedingungen waren alles andere als leicht. Simon Neumaier ist bei der US-Nachwuchsnationalmannschaft, Laurin Huss hat krankheitsbedingt abgesagt, Tobias Haag hat eine Rippe gebrochen, sodass kein Einsatz möglich war, und so mussten wir Nicks Einsatz zwei Wochen vorziehen, denn der war erst in Konstanz geplant, und jetzt kann man sagen, dass es rundum gelungen ist. Er hat ein top Spiel abgeliefert, Simon Kosak war überragend, Lukas Fischer hat gut Regie geführt, auch Glenn Baumann hat eine überragende Leistung gezeigt und wen ich noch erwähnen möchte ist Henry Allgaier, denn das war ein geiler Auftritt von ihm“, ist MadDogs-Coach Daniel Brack froh, dass seine dezimierte Truppe derart stark die beiden Heimpunkte eingefahren hat.
„Es hat einfach sehr viel Spaß gemacht, hier wieder zu spielen, mit dieser Mannschaft, jeder zieht mich mit, jeder gibt mir das Gefühl, ich bin voll aufgenommen und ich bin voll da, es geht wieder, ich bin fit, und das war einfach super“, ergänzt Nick Scherbaum.
Die Filder-Handballer kamen schleppend ins Spiel, führten zwar von Beginn an, verpassten es jedoch durch technische Fehler, sich frühzeitig einen Vorsprung zu erarbeiten. Dies gelang nach einem von Niklas Prauß parierten Strafwurf (8.) und beim 8:4 (16.) betrug die Führung erstmals vier Tore. Im Anschluss an eine Auszeit verkürzte Erlangen-Bruck auf 6:8 (18.), doch beim 12:8 (22.) war der alte Abstand wieder hergestellt und konnte in der Folge mit einem 4:0-Lauf zum 17:10 ausgebaut werden (28.). Zu diesem Zeitpunkt war Nick Scherbaum nach langer Verletzungspause schon auf dem Feld, zeigte seinen Spielwitz mit gelungenen Kreisanspielen und war bis zum 19:12-Halbzeitstand auch selbst zweimal erfolgreich.
Den ersten Treffer nach dem Wechsel markierten war die MadDogs, aber anschließend hatte Brooklyn United seine wohl beste Phase der Partie, als die Gäste auf 15:20 verkürzen konnten (33.). Die Hausherren schüttelten sich kurz und antworteten mit drei Treffern nacheinander, womit der alte Acht-Tore-Vorsprung wieder hergestellt war. In Überzahl verkürzten die Gäste erneut auf minus fünf (20:25, 43.) und Brack reagierte mit einem Timeout. Dieses trug sofort Früchte, denn es wurde nicht nur eine Zeitstrafe herausgeholt, sondern auch dreimal in Folge eingenetzt. Spätestens nach den beiden Treffern von Henry Allgaier zum 32:22 (53.) und 33:22 (54.) war die Partie entschieden. Zwischenzeitlich wurde die Führung sogar bis zum Höchststand von plus zwölf ausgebaut, am Ende durften die Franken noch Ergebniskosmetik zum 37:27-Endstand betreiben.
TSV Neuhausen/Filder – TV Erlangen-Bruck 37:27
TSV Neuhausen/Filder: Prauß, Pol; Allgaier (2), T. Scherbaum, J. Sprößig (6), N. Scherbaum (2), M. Sprößig (1), La. Schmid (2), Usatiuc (2), Reinhardt, Baumann (3), Fischer (10/6), Thierauf, Kosak (8).
TV Erlangen-Bruck: Golla, Panholzer; Gladun (1), Neuß (1), Poser (6/2), Marks (1), Weisert, Steinmann (4/2), Banik (1), Beyer, Weber, Kokott (3), Speck (4), von Alvensleben (6).
Schiedsrichter: Haas/Ehrenfordt (TV Gundelfingen).
Zuschauer: 300.
Zeitstrafen: Allgaier, La. Schmid (2), Usatiuc, Baumann, Gladun, Banik, Weber.
Siebenmeter: 7/6 Fischer scheitert an Panholzer, 5/4 Poser scheitert an Prauß.
